Meiner Erfahrung nach ganz klar JA. Es gibt einige Hinweise darauf, dass zwischen Divertikulitis und psychischen Faktoren ein Zusammenhang bestehen kann.

Die Divertikulitis ist ja eine entzündliche Erkrankung, die sich auf kleine Ausstülpungen der Darmwand (Divertikel) auswirkt. Obwohl die genauen Ursachen für Divertikulitis vielfältig sind und Faktoren wie Ernährung und körperliche Aktivität umfassen, gibt es auch Belege dafür, dass Stress und psychische Gesundheit eine Rolle spielen können. Mehr dazu habe ich hier ausgeführt: Darmdivertikel (naturheilt.com)

Was viele Patienten immer noch nicht wissen: Es gibt eine Art „Darmhirn“. Was das ist und welche Rolle das spielt, beschreibe ich im Beitrag: Das Bauchgefühl – ist in Wahrheit Ihr Bauchhirn! (gesund-heilfasten.de)

Einige Studien deuten darauf hin, dass chronischer Stress und andere psychische Probleme das Immunsystem beeinträchtigen und Entzündungen im Körper verstärken können, was möglicherweise zu einer erhöhten Anfälligkeit für Divertikulitis führt. Stress kann auch das Schmerzempfinden beeinflussen und die Symptome der Divertikulitis verschlimmern.

Darüber hinaus könnte die psychische Gesundheit die Art und Weise beeinflussen, wie Menschen mit ihrer Erkrankung umgehen, einschließlich ihrer Ernährungsgewohnheiten und ihrer Entscheidungen im Hinblick auf Lebensstil und medizinische Versorgung. Menschen, die unter Depressionen oder Angstzuständen leiden, könnten es beispielsweise schwerer finden, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, der zur Prävention oder zum Management von Divertikulitis beitragen könnte.

In der klinischen Praxis wird daher oft empfohlen, neben der Behandlung der körperlichen Symptome auch psychologische Unterstützung oder Stressmanagement-Techniken zu berücksichtigen, um ein ganzheitliches Management der Divertikulitis zu fördern.

Zum weiterlesen: Volksleiden Darmbeschwerden: 4 Anzeichen für schlechte Darmgesundheit

Es ist eher ungewöhnlich, dass eine Depression „von heute auf morgen“ komplett verschwindet, aber JA – es ist möglich. Das ist die gute Nachricht. Ist das allerdings die „Norm“? Nein.

In der Diskussion darüber, ob eine Depression „von heute auf morgen“ vollständig verschwinden kann, begegnen wir zwei unterschiedlichen, aber nicht unvereinbaren Perspektiven.

Einerseits gibt es die Ansicht, dass Depressionen plötzlich und vollständig verschwinden können, unterstützt durch eine Vielzahl von Behandlungsoptionen, einschließlich Psychotherapie und Medikamenten. Frühzeitig erkannt und behandelt, zeigen viele Betroffene einen signifikanten Rückgang der Symptome und können durch eine Erhaltungstherapie und Rückfallprophylaxe eine dauerhafte Besserung erreichen. Es wird betont, dass etwa zwei Drittel der Erkrankten eine vollständige Linderung ihrer Beschwerden erleben können, und durch kontinuierliche Selbstfürsorge und das Nutzen therapeutischer Unterstützung das Risiko eines Rückfalls minimiert wird.

Andererseits wird die Vorstellung, dass eine Depression abrupt endet, als eher ungewöhnlich betrachtet. Depressionen sind komplexe Störungen, die meist eine langfristige Behandlung erfordern und von vielen Faktoren beeinflusst werden. Während es möglich ist, dass Patienten plötzliche Verbesserungen ihrer Symptome erfahren, oft durch positive Lebensereignisse oder den erfolgreichen Umgang mit Stressoren, sind diese Verbesserungen nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass die Depression vollständig und endgültig geheilt ist. Solche temporären Besserungen sollten mit einem Facharzt diskutiert werden, um sicherzustellen, dass weiterhin die notwendige Unterstützung und Behandlung bereitgestellt wird.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass, obwohl Depressionen in einigen Fällen schnell zu behandeln sind und scheinbar „über Nacht“ verschwinden können, sie normalerweise eine kontinuierliche und umfassende Behandlung erfordern, um langfristige Ergebnisse zu sichern. Beide Texte erkennen die Bedeutung der Behandlung und die möglichen Schwankungen im Verlauf der Krankheit an, wobei sie die Hoffnung auf Besserung betonen, jedoch auch die Notwendigkeit der anhaltenden Wachsamkeit und therapeutischen Unterstützung.

Der Begriff „psychotisch“ bezieht sich auf einen psychischen Zustand, der typischerweise durch eine beeinträchtigte Verbindung zur Realität gekennzeichnet ist. Menschen, die eine psychotische Episode erleben, können Halluzinationen (z.B. Dinge sehen oder hören, die nicht vorhanden sind), Wahnvorstellungen (irrationale Überzeugungen, die der Realität widersprechen) oder Denkstörungen (z.B. ungeordnetes oder unzusammenhängendes Denken) haben. Diese Symptome können durch eine Vielzahl von Bedingungen, einschließlich Schizophrenie, bipolare Störung oder als Reaktion auf bestimmte Medikamente oder Substanzen, verursacht werden. Die Behandlung kann Medikation, Psychotherapie und andere unterstützende Maßnahmen umfassen, um die Symptome zu managen und die Lebensqualität der betroffenen Person zu verbessern.

Psychotische Symptome können mit einer Reihe anderer medizinischer und psychischer Zustände verwechselt werden, was eine genaue Diagnose erschwert. Hier sind einige Bedingungen, die ähnliche Symptome wie eine psychotische Störung aufweisen können:

  1. Bipolare Störung: Insbesondere während manischer Phasen können Menschen mit bipolarer Störung psychotische Symptome wie Wahnvorstellungen oder Halluzinationen erleben.
  2. Schwere Depression: In einigen Fällen kann eine schwere depressive Störung mit psychotischen Merkmalen einhergehen, einschließlich Wahnvorstellungen oder Halluzinationen.
  3. Borderline-Persönlichkeitsstörung: Obwohl weniger häufig, können Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung kurzzeitige psychotische Episoden erleben, besonders in Zeiten intensiven Stresses oder emotionaler Turbulenzen.
  4. Dissoziative Störungen: Diese können manchmal mit psychotischen Störungen verwechselt werden, da Symptome wie dissoziative Amnesie oder Identitätsstörungen (früher als multiple Persönlichkeitsstörung bekannt) die Realitätswahrnehmung stark beeinträchtigen können.
  5. Neurologische Erkrankungen: Einige neurologische Störungen wie Parkinson-Krankheit oder Alzheimer-Krankheit können in späteren Stadien zu psychotischen Symptomen führen.
  6. Substanzinduzierte psychotische Störung: Der Gebrauch oder Entzug von Substanzen wie Alkohol, Drogen und manche Medikamente kann zu psychotischen Episoden führen.
  7. Delir: Dies ist ein akut einsetzender Zustand der Verwirrtheit, oft verursacht durch eine körperliche Erkrankung, Infektion oder Medikamente, der mit Halluzinationen und Desorientierung einhergehen kann.
  8. Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS): PTBS kann gelegentlich mit psychotischen Symptomen verbunden sein, insbesondere in Form von Halluzinationen oder dissoziativen Reaktionen.

Sie sehen: das ist gar nicht so einfach! Eine gründliche medizinische und psychologische Untersuchung ist notwendig, um die genaue Ursache psychotischer Symptome zu bestimmen und eine angemessene Behandlung zu ermöglichen.

Die paranoide Persönlichkeitsstörung ist eine psychische Erkrankung, die sich durch ein durchgehendes Misstrauen und Argwohn gegenüber anderen auszeichnet. Personen mit dieser Störung nehmen die Motive anderer häufig als böswillig wahr, auch wenn es dafür keine objektiven Beweise gibt. Dies kann zu erheblichen Problemen in zwischenmenschlichen Beziehungen führen.

Definition: Nach dem Diagnostischen und Statistischen Manual Psychischer Störungen (DSM-5), das von der American Psychiatric Association herausgegeben wird, umfasst die paranoide Persönlichkeitsstörung eine tiefgreifende Skepsis und Misstrauen gegenüber anderen. Die Betroffenen können feindselig, stur und streitsüchtig sein, wobei sie ihre Gefühle der Feindseligkeit oft auf subtile Weise ausdrücken.

Abgrenzung: Die paranoide Persönlichkeitsstörung unterscheidet sich von anderen psychischen Störungen durch das spezifische und vorherrschende Misstrauen gegenüber anderen, das nicht durch eine andere psychische Störung, wie eine psychotische Störung mit Wahnvorstellungen oder eine bipolare Störung, erklärbar ist. Es ist auch wichtig, sie von der Schizophrenie zu unterscheiden, bei der Wahnvorstellungen und Halluzinationen häufiger und intensiver sind.

Die korrekte Diagnose und Abgrenzung zu anderen ähnlichen Zuständen ist wesentlich für die effektive Behandlung und das Verständnis der Erkrankung. Therapeutische Ansätze können psychotherapeutische Interventionen, speziell kognitive Verhaltenstherapie, und in manchen Fällen auch Medikamente umfassen, um die Symptome zu lindern.

Wir sollten hier auch nochmal Abgrenzen:

Paranoide Persönlichkeitsstörung und Paranoia sind nicht dasselbe, obwohl sie verwandt sind und ähnliche Symptome aufweisen können.

Paranoia ist ein Symptom, das in verschiedenen Formen psychischer Erkrankungen auftreten kann. Es handelt sich dabei um das Gefühl von Misstrauen oder die Befürchtung, dass andere einem schaden wollen oder betrügen, ohne dass dafür ein reeller Grund vorliegt. Paranoia kann episodisch sein und in verschiedenen Intensitätsgraden bei einer Reihe von psychischen Störungen vorkommen, darunter Schizophrenie, bipolare Störung und schwere depressive Störungen.

Paranoide Persönlichkeitsstörung (PPS) hingegen ist eine spezifische Art von Persönlichkeitsstörung, die durch ein tiefgreifendes Misstrauen und Argwohn gegenüber anderen gekennzeichnet ist. Personen mit dieser Störung können dauerhaft misstrauisch sein und oft ungerechtfertigte Vorstellungen haben, dass andere sie ausnutzen, ihnen schaden oder betrügen wollen. Diese Einstellungen sind tief verwurzelt und beeinflussen viele Aspekte des Lebens, einschließlich zwischenmenschlicher Beziehungen.

Kurz gesagt, Paranoia bezieht sich auf ein Symptom, das in verschiedenen psychischen Störungen vorkommen kann, während die paranoide Persönlichkeitsstörung eine diagnostizierte psychische Erkrankung ist, bei der Paranoia ein zentrales Merkmal darstellt.

Und das bringt uns zu Tests / Fragen…

Tests / Fragen

Eine Paranoia-Untersuchung könnte Fragen wie die folgenden stellen:

  • Fühlen Sie sich misstrauisch gegenüber den Motivationen anderer?
  • Haben Sie Angst, persönliche Details mit Ihren Liebsten zu teilen?
  • Verdächtigen Sie Ihren Partner, Ihnen gegenüber unehrlich zu sein?
  • Haben Sie das Gefühl, dass Fremde Sie in der Öffentlichkeit beobachten?
  • Verspüren Sie den Drang, die Aktivitäten anderer zu überwachen, um sicherzustellen, dass sie Sie nicht betrügen?
  • Glauben Sie, dass jemand anderes Ihre Geräte hackt oder versucht, über elektronische Signale mit Ihnen zu kommunizieren?
  • Haben Sie das Gefühl, dass andere Ihnen schaden wollen?
  • Fällt es Ihnen schwer, Ihre Emotionen in diesen Momenten zu kontrollieren?

 

Die Diagnostik einer Psychose erfolgt durch eine sorgfältige Kombination von klinischen Interviews, Beobachtungen und manchmal unterstützenden psychologischen Tests. Psychosen können eine Vielzahl von Ursachen haben, einschließlich psychiatrischer Erkrankungen wie Schizophrenie oder bipolarer Störung, und können auch durch Substanzgebrauch oder medizinische Bedingungen ausgelöst werden. Hier sind die Schritte, die üblicherweise unternommen werden, um eine Psychose zu diagnostizieren.

  1. Klinisches Interview: Dies ist das Hauptwerkzeug zur Diagnose von Psychosen. Ein Psychiater oder ein anderer qualifizierter Gesundheitsdienstleister führt ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten und oft auch mit Familienmitgliedern. Ziel ist es, die aktuellen Symptome, die Vorgeschichte der psychischen Gesundheit, mögliche Auslöser und das allgemeine Funktionieren zu verstehen.
  2. Beurteilung der Symptome: Spezifische Symptome, die auf eine Psychose hinweisen können, umfassen Halluzinationen (z.B. das Hören von Stimmen), Wahnvorstellungen (unbegründete Überzeugungen), desorganisiertes Denken und Sprechen, und erheblich gestörtes Verhalten. Der Arzt wird diese Symptome bewerten, um ihre Intensität und ihren Einfluss auf das Leben des Patienten zu bestimmen.
  3. Medizinische Untersuchungen: Um andere mögliche Ursachen auszuschließen, können medizinische Tests wie Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren (wie MRI oder CT) angeordnet werden. Diese Tests helfen zu klären, ob eine zugrundeliegende medizinische Bedingung wie eine neurologische Störung oder eine Substanzgebrauchsstörung die Symptome verursacht.
  4. Neuropsychologische Tests: Diese können durchgeführt werden, um kognitive Beeinträchtigungen zu bewerten, die häufig bei psychotischen Störungen auftreten. Sie helfen auch, die kognitive Basislinie des Patienten für zukünftige Vergleiche festzulegen.
  5. Psychiatrische Evaluation: Eine gründliche psychiatrische Anamnese wird gesammelt, einschließlich der persönlichen und familiären Geschichte psychischer Erkrankungen. Dies hilft, das Risiko einer psychischen Gesundheitsstörung zu beurteilen und die passendste Behandlung zu planen.
  6. Differenzialdiagnose: Es ist wichtig, andere Störungen, die ähnliche Symptome zeigen können, auszuschließen, wie z.B. Depressionen mit psychotischen Merkmalen, bipolare Störung oder Delir.

Psychose beeinflusst die Art und Weise, wie eine Person denkt, fühlt und sich verhält. Das Erleben von Psychose variiert stark von Person zu Person und kann plötzlich auftreten oder sich sehr allmählich entwickeln.

Die Symptome der Psychose werden oft als „positive“ oder „negative“ Symptome kategorisiert.

Positive Symptome sind solche, die die normale Funktionsweise einer Person ergänzen oder verzerren. Dazu gehören:

  • Wahnvorstellungen (falsche Überzeugungen, die fest gehalten werden und nicht mit der Kultur der Person übereinstimmen)
  • Halluzinationen (hören, sehen, schmecken, riechen oder fühlen von Dingen, die nicht tatsächlich vorhanden sind)
  • Desorganisierte Sprache, Gedanken oder Verhalten (z.B. schnelles Wechseln zwischen Themen beim Sprechen; Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder einem Gespräch zu folgen; Unfähigkeit, alltägliche Aufgaben zu erfüllen).

Negative Symptome beinhalten den Verlust oder die Reduzierung normaler Funktionen. Sie können umfassen:

  • Eingeschränkter emotionaler und mimischer Ausdruck
  • Eingeschränkte Sprache und verbale Flüssigkeit
  • Schwierigkeiten beim Generieren von Ideen oder Gedanken
  • Reduzierte Fähigkeit, mit Aufgaben zu beginnen
  • Verminderte Sozialisation und Motivation

Zu den weiteren Symptomen können gehören:

  • Kognitive Symptome, wie Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis
  • Stimmungsschwankungen
  • Suizidgedanken oder -verhalten
  • Substanzmissbrauch
  • Schlafstörungen

Fragen / Tests um dem Problem auf die Spur zu kommen

Schnelle Screeningfragen für psychotische Symptome umfassen:

  • „Haben Sie in letzter Zeit seltsame oder unerklärliche Erfahrungen gemacht?“
  • „Hören Sie manchmal Dinge, die andere nicht hören können, wie Geräusche oder die Stimmen von Menschen, die flüstern oder sprechen?“
  • „Haben Sie jemals Visionen oder sehen Dinge, die andere nicht sehen können?“
  • „Haben Sie das Gefühl, dass Menschen Sie stören oder Ihnen Schaden zufügen wollen?“
  • „Schien es jemals so, als ob Menschen über Sie sprechen oder Sie besonders bemerken?“
  • „Fürchten Sie sich vor etwas oder jemandem?“

Ein „Ja“ auf eine dieser Fragen weist auf die Notwendigkeit einer detaillierteren Beurteilung hin. Es ist auch wichtig, bestätigende Informationen von Pflegepersonen oder anderen nahestehenden Personen des Patienten zu erhalten.

Wie bereits erwähnt: Die Diagnose einer Psychose ist oft komplex und erfordert eine sorgfältige und umfassende Beurteilung. Die Behandlung kann dann eine Kombination aus Medikamenten (typischerweise Antipsychotika), Psychotherapie und Unterstützung bei der sozialen Integration umfassen. Es ist entscheidend, dass diese Diagnose und Behandlung von Fachleuten im Bereich der psychischen Gesundheit durchgeführt wird.

Was sind die Ursachen einer agitierten Depression?

Agitierte Depression kann durch eine Kombination von genetischen, biologischen, umweltbedingten und psychologischen Faktoren verursacht werden. Genetische Prädispositionen können eine Rolle spielen, ebenso wie chemische Ungleichgewichte im Gehirn, insbesondere im Zusammenhang mit Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin. Stressvolle Lebensereignisse, Traumata oder chronischer Stress können ebenfalls beitragen. Psychologische Faktoren wie Persönlichkeitsmerkmale oder frühere psychische Erkrankungen sind auch relevante Faktoren.

Wie unterscheidet sich die agitierte Depression von anderen Depressionsformen?

Während klassische Depression oft mit Niedergeschlagenheit, Energiemangel und Rückzug verbunden ist, ist die agitierte Depression durch innere Unruhe, Reizbarkeit und körperliche Agitation gekennzeichnet. Betroffene können nervös, rastlos, gereizt oder sogar aggressiv sein, was bei typischen Depressionen weniger häufig ist.

Wie wird agitierte Depression diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine klinische Bewertung durch einen Psychiater oder Psychologen. Sie beinhaltet eine gründliche Anamnese, eine psychische Untersuchung und manchmal standardisierte Fragebögen. Es ist wichtig, andere mögliche Ursachen der Symptome, wie medizinische Erkrankungen oder Medikamenteneffekte, auszuschließen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für agitierte Depression?

Die Behandlung kann eine Kombination aus Medikamenten (wie Antidepressiva und manchmal Beruhigungsmittel) und Psychotherapie umfassen. Kognitive Verhaltenstherapie und interpersonelle Therapie sind häufig wirksam. In schweren Fällen können Krankenhausaufenthalte oder intensivere Behandlungsprogramme erforderlich sein.

Kann agitierte Depression in eine bipolare Störung übergehen?

Agitierte Depression ist nicht notwendigerweise ein Vorläufer einer bipolaren Störung, aber es gibt Überschneidungen. Einige Personen, die anfangs als agitierte Depression diagnostiziert werden, können später Symptome einer bipolaren Störung entwickeln. Eine sorgfältige Überwachung und Bewertung durch einen Fachmann ist daher wichtig.

Wie kann man jemandem helfen, der an agitierter Depression leidet?

Unterstützung kann das Anbieten von Zuhören und emotionalem Beistand, das Ermutigen zur Suche nach professioneller Hilfe und das Unterstützen bei der Behandlung umfassen. Es ist wichtig, geduldig und verständnisvoll zu sein und gleichzeitig Grenzen zu setzen, insbesondere wenn die Person gereizt oder aggressiv ist.

Welche Auswirkungen hat agitierte Depression auf das tägliche Leben?

Diese Form der Depression kann die Arbeit, zwischenmenschliche Beziehungen und das tägliche Funktionieren beeinträchtigen. Die Unruhe und Reizbarkeit können zu Konflikten am Arbeitsplatz und in Beziehungen führen. Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten sind auch häufig.

Gibt es spezifische Risikofaktoren für agitierte Depression?

Risikofaktoren umfassen eine Familiengeschichte von Depressionen oder bipolaren Störungen, frühere Traumata oder Stressereignisse, chronische körperliche Erkrankungen und bestimmte Persönlichkeitsmerkmale wie Neigung zu Perfektionismus oder hohen Stressleveln.

Diese Antworten bieten einen Überblick, aber es ist wichtig, individuelle Unterschiede zu beachten und professionelle Hilfe zu suchen, um eine genaue Diagnose und Behandlung zu erhalten.

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Bei Menschen mit bipolarer Störung können sich die Gesichtsausdrücke je nach Phase der Erkrankung unterschiedlich darstellen. Die bipolare Störung ist durch extreme Stimmungsschwankungen gekennzeichnet, die von manischen bis zu depressiven Episoden reichen können.

  1. Während einer manischen Phase: Personen können lebhaftere, energischere Gesichtsausdrücke zeigen. Sie könnten häufiger lächeln, einen enthusiastischeren oder intensiveren Blick haben, und ihre Gesichtszüge könnten insgesamt aktiver erscheinen. Die Mimik kann überschwänglich und weit übertrieben sein, oft unpassend zu der Situation.
  2. Während einer depressiven Phase: Hier können die Gesichtsausdrücke trauriger und gedämpfter sein. Personen könnten weniger lächeln oder einen generell niedergeschlagenen Ausdruck haben. Die Mimik kann starrer und weniger ausdrucksvoll sein. Die Augen könnten müde oder traurig wirken, und es kann zu einem generellen Mangel an Mimik kommen.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Veränderungen individuell variieren können und nicht bei jedem gleich sind. Außerdem sind diese Beobachtungen nur äußerliche Anzeichen und sollten nicht zur Diagnose verwendet werden. Die bipolare Störung ist eine komplexe psychische Erkrankung, die eine professionelle Diagnose und Behandlung erfordert.

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Eine kognitive Störung bezieht sich auf eine Beeinträchtigung in der Funktion und Leistungsfähigkeit des Gehirns, insbesondere in Bereichen wie Gedächtnis, Denkvermögen, Konzentration, Wahrnehmung und Problemlösungsfähigkeiten. Diese Störungen können durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden, darunter neurologische Erkrankungen, Hirnverletzungen, psychische Störungen, und bestimmte medizinische Zustände.

Es gibt verschiedene Arten kognitiver Störungen, die sich in Schweregrad und spezifischen Symptomen unterscheiden können. Zu den häufigsten gehören:

  1. Demenz: Dies ist eine fortschreitende Erkrankung, die meist ältere Menschen betrifft und durch einen kontinuierlichen Rückgang der kognitiven Funktionen gekennzeichnet ist. Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz.
  2. Leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI): Dieser Zustand ist weniger schwerwiegend als Demenz, kann aber ein Frühstadium von Demenz sein. Personen mit MCI erleben leichte Probleme mit Gedächtnis, Sprache, Denken oder Urteilsvermögen, die jedoch nicht stark genug sind, um den Alltag wesentlich zu beeinträchtigen.
  3. Amnesie: Hierbei handelt es sich um Gedächtnisverlust, der durch Hirnverletzungen, bestimmte Krankheiten oder psychische Störungen verursacht werden kann.
  4. Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen: Diese können im Rahmen verschiedener Erkrankungen auftreten, darunter ADHS, Depressionen und Angststörungen.
  5. Kognitive Störungen nach Hirnverletzungen: Diese können nach Unfällen oder Schlägen auf den Kopf auftreten und sind oft von Gedächtnisproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten und Veränderungen in der Persönlichkeit oder im sozialen Verhalten begleitet.

Die Diagnose und Behandlung kognitiver Störungen hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Sie kann medizinische Bewertungen, kognitive Tests, Medikamente und/oder Therapien zur Verbesserung der kognitiven Funktionen umfassen.

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Technik Nummer 1: Die EDGA-Technik

Ein Weg, negative Gedanken zu bewältigen, und das Erlebnis unserer kritischen inneren Stimme

Unsere Gedanken sind ein zentraler Bestandteil unseres täglichen Erlebens, doch manchmal können sie negativ werden und uns beeinträchtigen. Hier kommt die EDGA-Technik ins Spiel. EDGA steht für „Erkennen“, „Doppel-Separator“, „Gedankenstopp“ und „Activation Story“ – eine Strategie zur sofortigen Hilfe, um negative Gedanken zu stoppen, bevor sie sich ausbreiten. Woher diese Technik ursprünglich stammt ist mir nicht bekannt. Vermutlich könnte diese vom Hypnose Coach Markus Götz stammen.

Die Schritte sind Folgende:

Erkennen: Der erste Schritt besteht darin, negative Gedanken bewusst wahrzunehmen. Sobald du bemerkst, dass solche Gedanken auftauchen, wie beispielsweise Angstgefühle, gehst du zum nächsten Schritt über.

Doppel-Separator: Hier wird das negative Gedankenmuster zweifach unterbrochen. Ein physisches Signal wie das Schnalzen eines Gummibands am Handgelenk kann verwendet werden. Anschließend veränderst du deine Position oder deinen Standort, um den Gedanken weiter zu unterbrechen.

Gedankenstopp: Lenke dein Gehirn sofort auf etwas anderes, um den negativen Gedanken zu stoppen. Du könntest Zahlen abziehen oder ein Liedtext aufsagen, um deinen Geist zu beschäftigen und von den negativen Gedanken wegzulenken.

Activation-Story: Erinnere dich an positive Erlebnisse und Momente, die positive Gefühle hervorrufen. Das können Fotos, Musik oder persönliche Erfolge sein, die dir ein gutes Gefühl geben.

Diese Technik dauert insgesamt nur 1-3 Minuten und hilft, negative Gedanken zu unterbrechen und positive Emotionen zu fördern. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die EDGA-Technik nicht dazu gedacht ist, tiefe Blockaden oder vergangene Verletzungen aufzulösen.

Ein Blick auf die Funktionsweise unserer kritischen inneren Stimme kann ebenfalls erhellend sein. Unsere Gedanken können uns beeinflussen, indem sie uns auf Bedrohungen hinweisen. Diese kritische Stimme ist oft übermäßig empfindlich für Gefahren, was eine Überlebensfunktion ist, aber auch problematisch sein kann.

Es besteht die Tendenz, dass wir uns in diesen Gedanken verfangen, anstatt die Welt um uns herum bewusst wahrzunehmen. Dies kann zu „experiential avoidance“ führen, wodurch wir wichtige Aspekte unseres Lebens vernachlässigen.

Um dieser Dynamik entgegenzuwirken, können Ansätze wie kognitive Verhaltenstherapie (CBT) oder Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) hilfreich sein. Diese Methoden ermöglichen es, eine bewusstere Beziehung zu den Gedanken aufzubauen und eine gesunde Distanz zu schaffen.

Technik Nummer 2: Die PUBA  Technik

Kurze Pause: Wenn du dich gestresst oder in negativen Denkmustern gefangen fühlst, pausiere und lenke deine Aufmerksamkeit auf die Sinneswahrnehmungen in der Umgebung.

Unterscheide: Unterscheide zwischen Gedanken und dem gegenwärtigen Moment. Stelle fest, ob du in Gedanken verstrickt bist oder präsent im Moment.

Benenne deine Gedanken: Benenne deine Gedanken ohne sie zu bewerten oder zu ändern. Erkenne, dass Gedanken vorübergehend sind.

Wähle deine Absicht: Nachdem du diese Schritte durchlaufen hast, kannst du bewusst wählen, wie du mit deinen Gedanken umgehst und welche Schritte du als nächstes unternehmen möchtest.

Insgesamt bieten sowohl die EDGA-Technik als auch die PUBA Technik (Verständnis unserer kritischen inneren Stimme) wertvolle Werkzeuge, um negative Gedanken zu bewältigen und bewusster im gegenwärtigen Moment zu leben.

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Oder: Wenn man denkt „ich kann einfach nicht mehr“, geht es trotzdem weiter

Jeden Tag befinden sich Tausende von Menschen in einer vermeintlich völlig ausweglosen Situation. Tiefe Verzweiflung und grenzenlose Hilflosigkeit machen sich breit, wenn absolut keine Lösung der vorliegenden Probleme in Sicht ist. Bevor aus dem „ich kann nicht mehr“ ein „ich will nicht mehr“ wird, wollen wir gemeinsam schnell über Strategien nachdenken, die wieder Mut machen.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“

In ganz schlimmen Momenten, wenn alles nur noch sinnlos scheint, denken Menschen an Selbstmord. Sich umzubringen, ist aber gar nicht so einfach, und das ist gut so. Zwar sollte jeder unbedingt versuchen, über seine Probleme mit anderen offen zu sprechen, doch Vorsicht bei dem Wort Selbstmord. Ihre Angehörigen können, werden und müssen dann eine Einweisung in die geschlossene Psychiatrie veranlassen, was Ihre Situation aller Voraussicht nach nicht besser macht.

Wie kommt man in eine solche ausweglose Situation?

Bei sehr vielen Betroffenen sind es massive gesundheitliche Probleme, die sich einfach nicht bessern wollen und fast automatisch in eine Depression führen. Angeheizt wird diese Entwicklung noch dadurch, dass es kaum noch Ärzte gibt, die ein Interesse daran erkennen lassen, ihre Patienten gesund zu machen, ganz im Gegenteil, solange ein Mensch extra krank gehalten wird, füllt er die Geldbeutel der Ärzte.

Neben Krankheit sind es oftmals Beziehungskrisen, Stress oder Mobbing am Arbeitsplatz, der Verlust eines geliebten Menschen oder das chronisch kranke Kind, was uns ein nachhaltiges Burn-out im Sinne von „ich kann nicht mehr“, was zugleich ein Hilferuf unserer Seele ist, einhandeln kann.

Was kann und sollte jeder in einer solchen Situation selbst tun?

Es ist sehr wichtig, sein Problem mindestens einem Menschen anzuvertrauen, ganz egal, ob es sich dabei um ein Elternteil, den Partner, das Kind, einen guten Freund oder die Oma handelt. Allein, sich seine Sorgen von der Seele zu reden, ist eine effiziente Ventilfunktion. Falls es keinen gut geeigneten privaten Gesprächspartner gibt, sind noch viele professionelle Seelsorger da, die man ansprechen kann und auch ansprechen sollte. Hier gleich ein paar konkrete Informationen dazu:

Last, but not least, lassen sich im Internet relativ leicht „Gleichgesinnte“ finden, die mit ganz ähnlichen Problemen aufwarten und schon von daher viel Verständnis aufbringen können. Das geht zum Beispiel mit einer Facebook-Gruppe, in Selbsthilfegruppen oder in einem eher anonymen Internetforum.

Das Gespräch mit dem Hausarzt suchen

Zwar ist der Hausarzt eher selten zugleich auch Psychologe, aber das Gespräch mit ihm ist auf jeden Fall sinnvoll, falls zum Beispiel eine Krankschreibung erforderlich wird. Er kann gegebenenfalls auch (rechtzeitig) die Überweisung an einen Psychiater veranlassen.

Was jeder anstelle von Antidepressiva zur eigenen Beruhigung probieren kann und rezeptfrei bekommt, sind zum Beispiel:

  • Baldriandragees
  • Johanniskraut
  • Lavendelöl (Lasea)
  • Neurexan (homöopathisch)
  • CBD-Öl

Die Krise als Aufbruch verstehen

Fast jede Lebenskrise birgt auch eine Chance, im Leben etwas zum Guten zu verändern. Wer zum Beispiel an Burn-out oder Depression leidet und eine gute Hilfestellung findet, lernt, sich weniger zu verausgaben, mal Nein zu sagen, mehr Ruhepausen in den Alltag einzuschalten, den eigenen Ehrgeiz oder Perfektionismus herunterzufahren. Unter Umständen tragen Sie schon Ihr ganzes Leben ein Kindheitstrauma mit sich herum, das nun endlich im Rahmen einer Therapie aufgelöst werden kann.

Da so viele depressive Verstimmungen durch Erkrankungen und Leiden ausgelöst werden, soll an dieser Stelle angesprochen werden, wie man längerfristig wieder seine Gesundheit zurückerlangen kann. Auch eine gezielte Ernährungsumstellung ist ein Aufbruch in eine bessere Zukunft.

In fünf Schritten zur Gesundheit

1.) Medikamente, Operationen und auch so manche Therapie beseitigen nicht wirklich die Ursache einer Erkrankung, sondern doktern nur an ihren Symptomen herum. Die Schulmedizin bemüht sich leider nicht darum, den Unterschied zwischen Ursache und Wirkung zu sehen.

Der Arzt ist heute viel zu sehr damit beschäftigt, die Technik, Elektronik und Software seiner vielen Diagnosegeräte zu verstehen, und wenn er dann noch Zeit hat, muss er sich um die Abrechnungen und Steuererklärungen seiner Dienste kümmern. Sich auf den Patienten und den Werdegang dessen Erkrankung zu konzentrieren, dafür ist schlicht und einfach keine Zeit und Konzentrationsfähigkeit mehr da.

In der Folge musste sein Patient schon viele (schädliche) Experimente über sich ergehen lassen, die alle nicht geholfen, sondern sein Leid eher verschlimmert haben. Insofern bleibt dem Patienten gar nichts anderes übrig, als nach einem anderen, alternativen Weg zu suchen.

2.) Der Patient muss sich darüber im Klaren sein, dass er selbst etwas unternehmen muss, um wieder gesund zu werden.

3.) Der Bereich der Alternativmedizin ist inzwischen unüberschaubar geworden und birgt die Gefahr, an einen Scharlatan zu geraten. Dennoch ist es sehr wohl möglich, einen guten Heilpraktiker zu finden. Wie das geht, darüber hatte ich schon berichtet:

Wie Sie einen guten Heilpraktiker finden (renegraeber.de)

4.) Zu den allermeisten Beschwerden gibt es eine meistens längere Vorgeschichte. Daher ist auch diejenige alternative Methode abzulehnen, die, wie die Schulmedizin, nur gegen Krankheitssymptome vorgeht. Einen guten Heilpraktiker erkennen Sie zum Beispiel daran, dass er Ihnen nicht nur eine Wunderpille in den Mund schiebt, sondern Ihnen „Unangenehmes“ abverlangt und dazu gehören zum Beispiel eine Umstellung der Ernährung, mehr körperliche Bewegung an frischer Luft und die Vermeidung von (Umwelt)Giften.

5.) Das Richtige zu wissen, nachdem man sich durch die ständig wachsende Informationsüberflutung des Internets gekämpft hat, reicht nicht. Es muss auch konkret umgesetzt werden. Ich empfehle dazu die klassische Naturheilkunde, weil ich mit dieser Methode meine eigenen gesundheitlichen Probleme lösen konnte.

 

Beitragsbild:pixabay.com – Anemone123