Cannabis Konsum

Das sogenannte Konsummuster kann „hart“ oder „weich“ ausfallen und bestimmt sich im Wesentlichen aus der Menge und der Häufigkeit des Cannabis-Konsums. Außerdem fließen noch die Konsumform sowie die subjektive Bedeutung des Konsums in die Bewertung mit ein. Ein beachtliches Risiko kann sich dann aufbauen, wenn darüber hinaus weitere Drogen eingenommen werden oder die Gewohnheit bereits so tiefgehend ist, dass ein täglicher Konsum zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Um Ihnen eine grobe Vorstellung über ein weiches beziehungsweise hartes Konsummuster zu geben, mag die folgende Gegenüberstellung dienlich sein:

  • eher weiches Konsummuster

Probier- beziehungsweise Gelegenheitskonsum höchstens dreimal pro Monat bei kleiner Dosis in der Regel im Joint geraucht. Cannabis hat für den Konsumenten keine besondere Bedeutung, es wird dafür weder viel Zeit noch Geld aufgewendet. Weitere Drogen spielen keine Rolle.

  • eher hartes Konsummuster

Es handelt sich um einen gewohnheitsmäßigen, quasi täglichen Konsum, wobei die Dosis in der Purpfeife oder im Bong immer weiter gesteigert wurde. Der Konsum ist zum festen Bestandteil des Tagesablaufs geworden. Ein Mischkonsum mit Alkohol und anderen Drogen ist an der Tagesordnung.

Wodurch zeichnet sich eine Cannabis-Abhängigkeit aus?

Die Abhängigkeit von Cannabis ist in der Regel weniger körperlicher, aber dafür psychischer Natur. Die Lebensqualität wird dadurch erheblich beeinträchtigt, was sich kaum ein Kiffer eingesteht. Der Kontakt zu und mit anderen Menschen leidet zunehmend unter der eigenen Schüchternheit und Unsicherheit, depressive Verstimmungen treten immer öfter auf.

Der Cannabisrausch hilft dann stets, unangenehme Situationen teilweise mit einem speziellen Humor besser aushalten und überspielen zu können. Ein Leben ohne Cannabis wird irgendwann undenkbar und als völlig unattraktiv empfunden.

Beim Versuch, das Kiffen herunterzufahren, kann es, wenn auch nicht so stark ausgeprägt wie bei der Alkoholabhängigkeit, zu körperlichen Entzugserscheinungen kommen. Symptome treten meistens bis 48 Stunden nach dem letzten Konsum in Erscheinung und können maximal 14 Tage andauern. Dazu zählen:

  • Unruhe, Angst und Nervosität
  • Kopfschmerzen
  • wirre Träume und Schlafprobleme
  • schlechter Appetit
  • Aggressivität
  • depressive Verstimmung
  • leichtes Fieber mit Schwitzen und Muskelzittern
  • Übelkeit, Erbrechen, Magenprobleme oder Durchfall

Entzugssymptome sind zwar unangenehm, aber sie stellen keine ernsthafte gesundheitliche Bedrohung dar.

Die psycho-sozialen Risikofaktoren sind:

  • labile psychische Gesundheit
  • viele Freunde, die ebenfalls Drogen konsumieren (die Gruppe)
  • Beginn des Cannabiskonsums schon unter 16 Jahren
  • zu wenig soziale Unterstützung innerhalb der Familie oder durch richtige Freunde
  • soziale Perspektivlosigkeit zum Beispiel wegen Schulabbruch oder Arbeitslosigkeit
  • Schicksalsschläge wie Tod eines Elternteils oder Verlust des Partners

Psychiatrische Auffälligkeit

Einige Cannabiskonsumenten werden sogar psychiatrisch auffällig, was unter dem Begriff „Amotivationssyndrom“ zusammengefasst wurde. Dieses drückt sich vor allem als Gleichgültigkeit, Antriebsarmut, Passivität und Teilnahmslosigkeit aus.

Die Forscher Kovar und Kleiber haben bereits 1998 gezeigt, dass es sich bei Cannabiskonsumenten mit hartem Konsummuster meistens um Personen handelt, die von Hause aus ziemlich demotiviert und wenig leistungsbereit sind. Es ist selten erst der Cannabiskonsum, der sie zu dem macht, was sie sind.

Kann sich durch Kiffen eine Psychose entwickeln?

Dass Cannabis direkt eine Psychose auslösen kann, konnte bislang so nicht verifiziert werden. Allerdings kann Cannabis wie ein Katalysator wirken auf Menschen, die ohnehin eine gewisse Anfälligkeit für eine Psychose mitbringen. Wenn auf diese Weise psychotische Symptome erst einmal befördert werden, können sich diese längerfristig als Schizophrenie manifestieren.

Dabei reden wir über Realitätsverlust, der oftmals von Wahnvorstellungen, Verfolgungswahn und/oder Halluzinationen begleitet ist. Die Betroffenen verlassen nachhaltig die Wirklichkeit und begehen zum Teil in ihrer tiefen Verzweiflung Selbstmord.

fettreiche Lebensmittel die glücklich machen

Wenn es schon nicht viel zu lachen gibt, sollten wir doch wenigstens beim Essen etwas Glück empfinden.

Damit ist nicht gemeint, dass wir jetzt tonnenweise Schokolade in uns hinein schaufeln, sondern bewusst gesunde Lebensmittel wählen, die uns insgesamt glücklicher machen – sogenanntes „Soul Foud“.

Davon möchte ich Ihnen im Folgenden fünf interessante Beispiele näher vorstellen.

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Mann mit Angst / Phobien

Unter einer Phobie wird eine übersteigerte Angstreaktion verstanden, die durch eigentlich ungefährliche Situationen, Tiere oder Objekte ausgelöst wird. Der oder die Betroffene vermeidet in aller Regel die Konfrontation mit dem jeweiligen Auslöser, um der damit einhergehenden Furcht zu entgehen. Allein der Gedanke daran wird oft als unerträglich empfunden.

Gefühlsmäßige Angstreaktionen sind oft mit starken körperlichen Begleiterscheinungen verbunden. Typische Reaktionen sind Schwitzen, Herzrasen und/oder Zittern. Neben den Spezifischen Phobien gibt es noch die Agoraphobie und die Soziale Phobie.

Beispiele für Spezifische Phobien sind die folgenden übersteigerten Ängste vor:

  • Höhe
  • Fliegen
  • Zahnarzt
  • Hunde
  • Spinnen
  • Blut
  • Spritzen
  • Gewitter
  • Prüfungen

Reichen diese Ängste über ein akzeptables Normalmaß deutlich hinaus, ergeben sich teilweise erhebliche Einschränkungen beim Lebensvollzug und somit auch persönliches Leid.

Erklärungsmodelle

Als Auslöser für Spezifische Phobien kommen in vielen Fällen prägende, beängstigende Erlebnisse infrage. Wer beispielsweise bei einer komplexeren Zahnwurzelbehandlung nicht ausreichend lokal betäubt wurde, wird wohl die extremen Schmerzen und die Angst sein Leben lang nicht vergessen.

Assoziatives Lernen bedeutet, dass eine solche Angst beziehungsweise das starke Schmerzempfinden mit bestimmten Umgebungsreizen verknüpft wird. Um bei dem Beispiel zu bleiben, wäre dies vielleicht der Zahnarztstuhl, die besondere Lampenform und der Arztkittel, die dann auch später immer wieder die gleichen, hochgradig unangenehmen Gefühle auslösen.

Nun könnte der Betroffene sich dafür entscheiden, diese angstauslösenden Momente zu meiden und nie wieder zum Zahnarzt gehen, was ihm gewiss ganz andere schwerwiegende Probleme einbringen würde. Überdies hätte er so keine Chance, durch korrigierende Erfahrungen sozusagen umzulernen.

Es gibt aber auch Phobien, die eben nicht durch bestimmte negative Erlebnisse entstanden sind. Durch sich wiederholende und als bedrohlich empfundene Situationen im Kindes- und Jugendalter können sich ebenfalls bestimmte Ängste entwickeln.

Behandlungsmöglichkeiten

Spezifischen Phobien kommt man heute sehr gut mit Techniken der Verhaltenstherapie bei. Es beginnt in der Regel mit einer ausführlichen, individuell abgestimmten Herleitung und Erläuterung der starken Angstreaktionen. Dazu müssen zunächst alle beängstigenden Situationen beziehungsweise Objekte klargestellt werden.

Danach beginnt man sehr vorsichtig mit einer schrittweisen, therapeutisch unterstützten Annäherung daran. Dabei wird angestrebt, dass der Betroffene alternative Empfindungen zum Angstauslöser entwickelt und seinen Umgang mit seiner Angst bewusster und aktiver steuern kann, um diese schließlich bewältigen zu können. Die Psychotherapie zielt dabei auf eine gelassene Reaktion in bestimmten, bislang kritischen Alltagssituationen ab und arbeitet in diesem Bemühen an einzelnen Punkten der inneren Einstellung des Patienten.

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Vorsorge - Hier im Bild: Röntgen

Welche Untersuchungen zur Früherkennung möglicher schwerwiegender Erkrankungen werden empfohlen?

Einen schweren Krankheitsverlauf noch rechtzeitig zu verhindern, liegt nicht nur im Interesse aller Patienten, sondern auch in jenem der Krankenkassen, die die Behandlungen bezahlen. Je früher Risikofaktoren wie Bewegungsmangel oder Fehlernährung im Rahmen von Präventionsmaßnahmen erkannt werden, desto größer ist die Aussicht auf eine nachhaltige Heilung. Vorsorge- beziehungsweise Früherkennungsuntersuchungen werden für Schwangere, Neugeborene und Kinder angeboten, aber auch Jugendliche sollen dadurch vor Fehlentwicklungen bewahrt werden, sofern rechtzeitig eine adäquate Behandlung eingeleitet werden kann. 

Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche

Bei den sogenannten U-Untersuchungen für Kinder und den J-Untersuchungen für Jugendliche werden jeweils zunächst der allgemeine Gesundheitszustand bewertet und geprüft, ob sich das Kind innerhalb einer gewissen Bandbreite entsprechend seinem Alter entwickelt.

Was genau zu untersuchen ist und wie oft dies zu geschehen hat, wird im Rahmen der Kinder- und Jugendgesundheitsuntersuchungsrichtlinie vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegt. Es ist sogar gesetzlich geregelt, dass alle Kinder und Jugendlichen einen Anspruch auf solche Untersuchungen haben, und zwar bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Es geht dabei insbesondere bei Kindern bis sechs Jahre um die U1 bis U9 und darüber hinaus noch um die J1 Untersuchungen.

Selbstverständlich sind diese Untersuchungen auch mit einer ärztlichen Beratung verknüpft. In solchen Gesprächen geht es zum Beispiel um individuelle Belastungen oder gesundheitliche Risikofaktoren, die für das Kind möglicherweise bestehen, mit dem Ziel, die Eltern optimal mit Informationen zu versorgen, damit diese in die Lage versetzt werden, für eine gesunde Entwicklung ihrer Kinder Sorge zu tragen.

Je nach Lage der Dinge wird der Arzt eine Präventionsempfehlung ausstellen, die beispielsweise regionale Eltern-Kind-Angebote nutzt. Ein wichtiger Teil der Untersuchungen ist die Überprüfung des Impfstatus des Kindes, die sogleich mit einer Beratung zu dessen Verbesserung verbunden wird. Bei der Erstaufnahme eines Kindes in eine Kindertagesstätte ist übrigens die ärztliche Impfberatung nachzuweisen.

Erwachsenen-Vorsorge

Viele Früherkennungsuntersuchungen für Erwachsene werden mit dem Fokus auf Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vor allem Krebs vorgenommen. Diese Art des medizinischen „Check-up“ bezieht insbesondere Untersuchungen hinsichtlich Darm-, Brust- und Gebärmutterhalskrebs ein und gehört heute standardmäßig auch zum Leistungsumfang gesetzlicher Krankenkassen.

Zu diesem Zweck ist am 09.04.2013 das Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz (KFRG) in Kraft getreten. Damit diese Angebote von möglichst vielen Menschen in Anspruch genommen werden, werden die Personen, die in das entsprechende Raster passen, oftmals schriftlich zur Früherkennung von Darm- und Gebärmutterhalskrebs eingeladen, so, wie es schon früher für das Mammografie-Screening im Kontext von Brustkrebs üblich war. Allerdings ist die Teilnahme an solchen Früherkennungsprogrammen immer freiwillig.

Im Jahre 2018 hat der dafür verantwortliche G-BA spezielle organisierte Screening-Programme beschlossen. Das bedeutet, dass die fachlichen Inhalte der Untersuchungen zur Darmkrebs-und Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung in einer Weise überführt werden, dass eine angemessene Qualitätskontrolle und ein umfassendes Einladungs- und Informationssystem installiert werden konnten.

So wurde es möglich, dass die Krankenkassen seit Juli 2019 entsprechende Informationen und Einladungsschreiben einschließlich Entscheidungshilfen für die Darmkrebsfrüherkennung ganz gezielt an Versicherte, die es betrifft, versenden können. Und seit Anfang 2020 erhalten weibliche Versicherte Einladungen und Infos (Entscheidungshilfen) zum Thema Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung.

Primärpräventionen zu den Themen Bewegung, Ernährung und Stressregulation

Bei den Untersuchungen zur Früherkennung werden der Impfstatus geprüft und individuelle gesundheitliche Belastungen sowie Risikofaktoren (Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel und so weiter) erfasst. Nach kurzer Auswertung kann Ihnen Ihr Arzt bestimmte geeignete Maßnahmen empfehlen, die der sogenannten verhaltensbezogenen Primärprävention angehören.

Das kann zum Beispiel ein Kurs zum Abbau von Bewegungsmangel sein oder Ihre Ernährungsweise oder Stressregulation betreffen. In diesem Fall erhalten Sie eine ärztliche Bescheinigung (seit 2017), die in aller Regel Ihre Krankenkasse zur Kostenübernahme veranlasst. Seit 2019 besteht für gesetzlich Versicherte im Alter zwischen 18 und 34 Jahren ein Anspruch auf einen einmaligen Gesundheitscheck. Ab 35 Jahre können Sie sogar alle drei Jahre einen solchen „Check-up” kostenlos durchführen lassen.

Was wird von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet?

Alles, was in den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) als Früherkennungsuntersuchung ausgewiesen ist, wird von der GKV erstattet, das heißt, Sie brauchen keinerlei Zuzahlung leisten. Einige Krankenkassen bieten darüber hinaus weitere Untersuchungen ohne Zuzahlung an. Es lohnt sich, im Zweifel bei der eigenen GKV nachzufragen, sofern Sie die Informationen nicht schon im Mitgliedermagazin gefunden haben.

Welchen Service bietet die GKV im Zusammenhang mit der Früherkennung?

Wenn Sie regelmäßig am Früherkennungsprogramm Ihrer GKV teilnehmen, kann Ihnen diese einen Bonus einräumen. Damit Sie auch nichts verpassen, werden Sie von Ihrer Krankenkasse jeweils im Januar über alle im laufenden Jahr geplanten Früherkennungsmaßnahmen informiert. Dazu sind die Kassen sogar gesetzlich verpflichtet.

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